Update 3.3 - Push Nachrichten und mehr

Ein Update für die Wetterstation ist verfügbar und bringt interessante Neuerungen mit.

Push Nachrichten

Die E‑Mail Funktion der Wetterstation wird gerne und häufig genutzt – etwa um Benachrichtigungen bei Über- oder Unterschreiten bestimmter Temperaturen oder einsetzendem Niederschlag zu erhalten. Allerdings hat diese Methode einige Nachteile: E‑Mails erreichen in der Regel nur einen einzelnen Empfänger, viele Provider verzögern die Zustellung spürbar, und jede Nachricht muss anschließend manuell gelöscht werden.

Push‑Nachrichten unterliegen diesen Einschränkungen nicht. Sie können gleichzeitig an beliebig viele Geräte gesendet werden und treffen nahezu in Echtzeit ein, sofern das Endgerät aktiv ist. Zum Entfernen genügt eine einfache Wischgeste. Damit eignen sich Push‑Mitteilungen ideal für kurze Hinweise, die nicht archiviert werden müssen und dennoch sofort Aufmerksamkeit erzeugen.

 

Die Einrichtung ist denkbar unkompliziert. Eine Aktion in der Wetterstation kann beispielsweise so aussehen:

 

temp1 < 3

push;Warnung;Es wird glatt!

 

Voraussetzung für den Empfang von Push‑Nachrichten ist die Aktivierung des Cloud‑Service in den Einstellungen der Wetterstation. Anschließend ruft man weather.jbmedia.de im Browser auf, meldet sich an und wählt dort Zum Startbildschirm hinzufügen oder Installieren. Danach genügt ein Klick auf die Glocke im Kopfbereich, um die Benachrichtigungen zu aktivieren. Die Cloud‑App muss nicht geöffnet sein, damit Mitteilungen empfangen werden.

Mehrere E-Mail Adressen

Auch für die Nutzer von E-Mail Nachrichten gibt es eine Verbesserung. Ab sofort können mehrere E-Mail Adressen als Empfänger verwendet werden. Beispiel:

 

rainh > 0

[email protected],[email protected],[email protected];Information;Es regnet aktuell ~rainh~ mm pro Stunde.

 

Die E-Mail Adressen werden per Komma-getrennt angegeben. Dahinter folgt wie gewohnt Betreff und Text, wobei diese Bereiche jeweils mit einem Semikolon abgetrennt werden.

Böen-Geschwindigkeit

Diese Funktion war bereits in Firmware 3.2 enthalten, wurde jedoch bislang nicht offiziell vorgestellt. Viele Nutzer wünschten sich die Möglichkeit, statt der durchschnittlichen Windgeschwindigkeit pro Minute die Böengeschwindigkeit anzeigen zu lassen. Diese steht der tatsächlichen menschlichen Wahrnehmung näher und wird daher häufig als aussagekräftiger empfunden.

 

Für die bestmögliche Genauigkeit empfiehlt es sich, in der Weboberfläche den eigenen Standort festzulegen. Hintergrund ist, dass bei der Berechnung neben der Messung ein sogenannter Böenfaktor berücksichtigt wird, der standortabhängig variiert und individuell verfügbar ist.

Kanäle kombinieren

Ein weiterer Wunsch war, die Messung von Windgeschwindigkeit und -richtung von der Erfassung von Temperatur und Luftfeuchte zu trennen. Der Hintergrund: Manche Nutzer möchten Temperatur und Luftfeuchte an einem ausgewählten Ort messen – etwa an der Nordseite des Hauses, um z.B. Einflüsse durch Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Ebenso lässt sich eine regengeschützte Montage an der Hauswand realisieren, um direkte Beregnung und damit Messfehler bei der Luftfeuchte auszuschließen.

 

Diese Trennung ist nun möglich. Sobald die Option Kanal 1 und 3 kombinieren aktiviert ist, stammen Windgeschwindigkeit und Windrichtung weiterhin vom Multifunktionssensor, während Temperatur und Luftfeuchte vom Sensor auf Kanal 3 übernommen werden. Alle Werte erscheinen wie gewohnt unter Kanal 1 – sowohl auf dem Display als auch in der Weboberfläche. Nach dem Aktivieren der Option kann es einen Moment dauern, bis die Änderung wirksam wird.

Weitere Neuerungen

Einige haben es bereits entdeckt: In der Cloud‑App lässt sich nun ein KI‑gestützter Wetterbericht aus den individuellen Daten der eigenen Wetterstation erzeugen und vorlesen. Die Auswertung umfasst eine Rückschau auf die vergangenen zwei Tage sowie eine Prognose für die nächsten 48 Stunden. Zusätzlich versucht die KI, passende lokale Freizeitempfehlungen für die aktuelle Wetterlage zu geben.

 

Auch das Roaming‑Verhalten in Mesh‑Netzwerken wurde verbessert. Fällt ein Knoten aus, verbindet sich das Gerät nun automatisch mit dem stärksten verfügbaren Knoten. Zuvor konnte es vorkommen, dass zwar ein anderer Knoten gewählt wurde, jedoch nicht unbedingt der mit dem besten Signal. Außerdem wird bei Unterschreiten einer Mindestfeldstärke von –90 dBm ein WLAN‑Scan ausgelöst, um Verbindungsabbrüche durch schwache Abdeckung zu vermeiden.

 

Zur Installation der Firmware 3.3 reicht wie üblich ein Klick auf Einstellungen > Firmware Update > Online Update > Start.

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