Was sind Marker?

Im Grunde genommen ist ein Marker nichts anderes als ein Speicherplatz, der die Werte Ein und Aus speichern kann. Aktuell werden 64 solcher Speicherplätze unterstützt. Trotz dieser auf den ersten Blick trivialen Funktion stellen Marker eine wertvolle Hilfe bei der Konfiguration des Light-Managers dar, denn mit ihnen können wichtige Funktionen realisiert werden. Zum einen lassen sich Zustände signalisieren. Sie möchten wissen, ob eine Lampe gerade an oder aus, oder eine Jalousie oben oder unten ist? Um dies zu bewerkstelligen, reicht es aus, in der Aktorenverwaltung von airStudio einem Aktor einen Marker zuzuweisen. airStudio kümmert sich automatisch darum, dass der Marker stets den aktuellen Schaltzustand reflektiert.

Die Folge ist, dass der Aktors wird im Web-Interface je nach Schaltzustand farblich hinterlegt wird. Ist die Lampe eingeschaltet, erscheint diese gelb hinterlegt. Im ausgeschalteten Zustand würde diese grau dargestellt werden. Die Farben können frei gewählt werden. Außerdem wird der Marker am unteren Bildrand in der Marker-Sektion auch nochmal in der entsprechenden Farge angezeigt. Neben der Farbe ist ein aktiver Marker durch ein kleines Power-Symbol in der linken oberen Ecke gekennzeichnet. Bitte beachten: Während die Aktualisierung der Marker im lokalen Web-Interface umgehend erfolgt, kann diese im Cloud-Interface einige Sekunden dauern.

 

Nun kommen wir zur zweiten wichtigen Funktion. Stellen wir uns vor, wir möchten eine Teichpumpe um 09:00 einschalten. Dies ist mit einer Zeit-gesteuerten Szene kein Problem. Nun soll aber eine zweite Bedingung gelten: Die Pumpe soll nur dann eingeschaltet werden, wenn die Außentemperatur mind. 3°C beträgt. Diese Aufgabenstellung lässt sich mit Hilfe eines Markers einfach lösen. Dazu brauchen wir lediglich eine Temperatur-gesteuerte Szene anzulegen, welche bei Überschreiten von 3°C einen Marker ein- und bei Unterschreiten ausschaltet. Zusätzlich legen wir eine Zeit-gesteuerte Szene an, welche die Pumpe um 09:00 morgens einschaltet. Der Trick ist nun, dass wir dieser Szene eine Marker Bedingung zuordnen, nämlich dass der zuvor genannte Marker eingeschaltet sein muss. Nur dann soll die Zeit-gesteuerte Szene ausgelöst werden.

Dies erreichen wir durch einen Rechtsklick auf die Zeit-gesteuerte Szene. Anschließend wählen wir den Menüpunkt Marker Auswahl und treffen die gewünschte Auswahl. Zur Bestätigung erscheint hinter der Szene fortan an [M]. Außerdem werden die ausgewählten Marker in der Statusleiste von airStudio dargestellt, so dass sich stets ein schneller Überblick gewinnen lässt.

 

Natürlich ist man bei der Auswahl der Bedingungen nicht auf einen Marker beschränkt. Mit Hilfe einer Geofencing App könnte man z.B. einen Marker für jedes Familienmitglied setzen, sobald dessen Smartphone mit dem heimischen Netz verbunden ist und das Scharfschalter einer Alarmfunktion nur erlauben, wenn keiner dieser Marker einschaltet ist. Außerdem können Markerbedingungen nicht nur auf ganze Szenen, sondern sogar auf jede Aktion innerhalb einer Szene angewandt werden. So sind komplexe Ablaufsteuerungen möglich, die bei jedem Aufruf einer Szene unterschiedliche Aktionen auslösen. Eine praktische Anwendung wäre z.B. ein Funkbus Lichtschalter, welcher pro Tastendruck nacheinander die Lampen 1, 2, 3, und 4 einschaltet und beim nächsten Druck alle ausschaltet. Dei Möglichkeiten sind äußerst vielfältig.

 

 

● Zusätzliche Optionen

 

Auf der Registerkarte Marker gibt es die Option Touch-Toggle zulassen. Ist diese aktiviert, lässt sich der Zustand eines Markers direkt im Markerbereich durch Berührung ändern. Somit könnte man z.B. eine Weckfunktion für den nächsten Morgen durch Berühren ein- und ausschalten.

 

Damit der Markerbereich übersichtlich bleibt, bietet airStudio die Option, unbenannte Marker automatisch auszublenden. Ist diese Option aktiviert, erscheinen nur noch Marker, denen ein Name zugeordnet wurde. Intern sind jedoch stets alle 64 Marker aktiv, die Option hat also rein visuelle Auswirkung.

 

Mit dem Befehl Marker Toggeln wird ein Marker bei jedem Aufruf abwechselnd ein- und ausgeschaltet. Mit Hilfe dieser Funktion ist es leicht möglich, eine Szene zu realisieren, die abwechselnd zwei unterschiedliche Befehle ausführt. Somit lässt sich z.B. eine Klimaanlage mit einer Taste abwechselnd aktivieren und deaktivieren. Das [M] hinter den Aktionen Klima ein und aus symbolisiert, dass diesen Aktionen Marker-Bedingungen hinzugefügt wurden. Tatsächlich wurde für den ersten Befehl Marker 5 = Ein und für den zweiten Befehl Marker 5 = Aus gewählt. So ist sichergestellt, dass bei jedem Aufruf der Szene abwechselnd nur der erste bzw. der zweite Befehl ausgeführt wird.

 

test

 

Im Folgenden möchten wir Beispiele für die Verwendung von Markern sammeln, die auf Kundenanfragen basieren. Diese werden im Laufe der Zeit ergänzt.

 

 

● E-Mail Versand bei Alarm durch Marker beschränken

 

Wenn man einen Rauchmelder mit dem Light-Manager koppelt und sich per E-Mail über einen Alarm informieren lässt, stellt man fest, dass nicht nur eine Mail, sondern u.U. eine Anzahl an E-Mails empfangen werden. Dies liegt daran, dass der Light-Manager das Signal des Rauchmelders mehrfach hintereinander erhält, und zwar so lange, bis der Alarm entweder manuell oder automatisch abgeschaltet wird. Dies ist häufig nicht erwünscht und lässt sich mit Hilfe eines Markers einfach regeln.

Wie man sieht, besteht die Szene aus drei Befehlen. Zunächst wird Marker 1 eingeschaltet, es folgt eine Langzeit Pause von 10 Minuten und am Ende wird der Marker 1 wieder ausgeschaltet. Zusätzlich wurde im Marker Fenster die Auswahl getroffen, dass die Szene nur ausgeführt wird, wenn Marker 1 ausgeschaltet ist. Das Resultat ist, dass nun noch eine E-Mail versandt wird, sofern der Alarm nicht länger als 10 Minuten vorliegt.

 

Die Funktion ist einfach erklärt. Beim ersten Aufruf der Szene wird Marker 1 eingeschaltet. Bei allen folgenden Aufrufen wird die Szene nicht mehr ausgeführt. Das haben wir im Fenster Marker Auswahl festgelegt. Nach Ablauf der Langzeit Pause wird Marker 1 ausgeschaltet und die Szene kann erneut aufgerufen werden. Als netten Nebeneffekt kann man einen Rauchalarm nun auch in der Marker-Sektion des Web-Interfaces sehen. Dort erscheint Marker 1 nämlich ab Start des Alarms für 10 Minuten rot. Hat man mehrere Melder im Einsatz, kann man so also direkt sehen, in welchen Zonen Rauchentwicklung vorhanden ist.